
Psychiatrie / Psychosomatik
Ein wesentliches Merkmal der psychiatrischen Ergotherapie in meiner Praxis ist ihr ganzheitlicher Ansatz. Ich betrachte den Menschen als eine Einheit aus Körper, Geist und Seele, eingebettet in sein individuelles soziales und physisches Umfeld. Die Therapie integriert daher psychologische, soziale, pädagogische und medizinische Aspekte, um ein umfassendes Verständnis der individuellen Situation zu gewinnen und eine maßgeschneiderte Behandlung zu ermöglichen. Dieser bio-psycho-soziale Blickwinkel ermöglicht es, die Wechselwirkungen zwischen der psychischen Erkrankung, den persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen sowie den Umweltfaktoren zu berücksichtigen.
Die Ergotherapie ist ein flexibles und vielseitiges Therapieverfahren, das bei einer breiten Palette von psychischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden kann, um deren negative Auswirkungen auf den Alltag, die soziale Teilhabe und die allgemeine Lebensqualität zu mindern. Ihr alltagsorientierter und ressourcenaktivierender Ansatz ermöglicht es, individuell auf die spezifischen Symptome und Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen.
Mein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der Selbstbeobachtung, der Emotionsregulation, dem Erlernen von Atem- und Entspannungstechniken, der Arbeit mit dem ZRM und dem Nutzen von gestaltzentriertem Ausdruck.
Erläuterung: Das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) ist ein psychologisches Selbstmanagement- und Coachingkonzept, entwickelt an der Universität Zürich von Maja Storch und Frank Krause.
Es verbindet Erkenntnisse aus Motivationspsychologie, Neurobiologie und Verhaltenstherapie.
Kernidee: Menschen verändern sich nachhaltiger, wenn sie nicht primär an Problemen arbeiten, sondern ihre inneren Ressourcen, Bedürfnisse und positiven Zielzustände aktivieren. Dabei spielen sowohl bewusste Entscheidungen als auch unbewusste emotionale Prozesse eine Rolle.

